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Nething Architekten transformiert Ulmer Bestandsbau zum Kanzlei-Campus

  • bt3998
  • 17. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Mit dem Campus Schneider Geiwitz schuf Nething Architekten im Ulmer Gleisdreieck einen Ort, der Weiterbauen als architektonische Haltung versteht. Am ehemaligen Standort der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung entstand ein Kanzleisitz mit rund 10.500 Quadratmetern Nutzfläche, der den sensiblen Umgang mit Bestand und dessen zeitgemäße Weiterentwicklung beispielhaft zeigt. Ergänzt um einen sechsgeschossigen Neubau formieren sich die Baukörper zu einem Ensemble, das sich klar im urbanen Gefüge Ulms verankert.


Messekommunikation Ingo Maurer Vesting Communications Produktpräsentation

Ausgangspunkt des Entwurfs war der offene Campuscharakter der früheren Hochschule. Diese Qualität sollte erhalten bleiben und zugleich den Anforderungen einer modernen Kanzlei gerecht werden. Der horizontale Bestandsbau mit seiner mosaikartigen Fassade tritt dabei in einen bewussten Dialog mit dem vertikal akzentuierten Neubau aus Glasfaserbeton.


Die Umnutzung der tiefen, ehemaligen Seminarräume erforderte ein differenziertes Raumkonzept. Die Arbeitsplätze liegen entlang der Fassaden, innenliegende Zonen werden für Besprechungen und Rückzug genutzt. Sichtbeton, klare Details und eine warme Materialität prägen eine Arbeitswelt, die Konzentration und Austausch gleichermaßen unterstützt. Lounges, eine Espressobar und eine begrünte Dachterrasse stärken den gemeinschaftlichen Charakter des Campus.


Der turmartige Neubau bildet das räumliche Zentrum des Ensembles. Ein lichtdurchflutetes Foyer mit großzügiger Freitreppe verbindet die Ebenen und macht Begegnung zum Teil des architektonischen Konzepts. Mit einem öffentlich zugänglichen Restaurant und einem Fitnessstudio öffnet sich der Campus bewusst zur Stadt und wird Teil des urbanen Alltags.


Der Bauherr entschied sich früh dafür, Nachhaltigkeit als leitendes Prinzip des Projekts zu verankern. Der Bestand wurde gezielt weiterentwickelt und durch ein nahezu CO₂-neutrales Energiekonzept aus Erdsonden, Wärmepumpen und Photovoltaik ergänzt. So verbindet der Campus ressourcenschonendes Bauen mit langfristiger Versorgungssicherheit.





 
 
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